Die russische Umweltpolitik zeichnet sich seit Jahren durch einen Rückbau ökologischer Schutzrechte aus. Die Ausbeutung von Rohstoffen, vor allem Öl und Gas, aber auch Metalle und Uran, hat deutlichen Vorrang vor dem Schutz der Umwelt. Ökologische Beteiligungsrechte wurden in den vergangenen Jahren immer weiter eingeschränkt. Klimapolitik war bis vor kurzem ein eher exotisches Thema und wird von vielen immer noch nicht recht ernst genommen, obwohl die Klimaveränderungen gerade im kalten Russland noch deutlicher spürbar werden. Ihren wichtigsten Beitrag zur Klimapolitik sieht die russische Regierung im massiven Ausbau der Atomkraftnutzung. Der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung und die Förderung von Energieeinsparung kommen kaum voran.
Klima- und Energiepolitik sind daher ein Schwerpunkt der Heinrich-Böll-Stiftung nicht nur in Russland, sondern weltweit.