Stipendienprogramm
Stipendiaten der Heinrich Böll Stiftung in Moskau, 2004.
Stipendiaten der Heinrich Böll Stiftung in Moskau, 2004.

Seit 1994 vergibt die Heinrich Böll Stiftung in Russland Sur-Place Stipendien. Das Programm, bis 2006 gemeinsam mit dem Studienwerk der Heinrich Böll Stiftung durchgeführt und aus AA-Mitteln finanziert, soll fortgesetzt und noch stärker mit der übrigen Arbeit vernetzt werden.

Insgesamt wurden bisher knapp 250 junge WissenschaftlerInnen aus den Fachrichtungen Geschichte, Soziologie und Recht/Menschenrechte in ihrer wissenschaftlichen Arbeit gefördert. Die Förderdauer betrug zwischen 12 und 18 Monaten. An ihrem Ende standen jeweils eine einwöchige Sommerschule, eine Abschlussarbeit für alle StipendiatInnen und ein anschließender zweimonatiger Forschungsaufenthalt für eine ausgewählte Gruppe.

Während bisher die wissenschaftliche Arbeit der StipendiatInnen im Vordergrund stand, ist daran gedacht, künftig im Programm mehr einen Beitrag zur Nachwuchsförderung von NGOs und/oder demokratischen politischen Organisationen zu sehen. Dazu sollen noch Möglichkeit stipendiumbegleitende Praktika in russischen und deutschen NGOs angeboten werden. Schon vorhandene Ansätze einer Alumniarbeit wie die Programmwebsite und vereinzelte Seminare und Workshops sollen intensiviert werden. In einzelnen Programmbereichen (insbesondere bei Memorial und im Genderprogramm) sind ehemalige StipendiatInnen inzwischen in die Programmarbeit integriert. Das St. Petersburger Zentrum für unabhängige Sozialforschung unterstützt das Länderprogramm immer wieder mit wissenschaftlicher Expertise.