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Die Rolle des Völkerrechts in einer globalisierten Welt
Sicherheitspolitische Herausforderungen an die Internationale Ordnung zu Beginn des 21.Jahrhunderts

Für die Heinrich-Böll-Stiftung erstellt von Dr.Birgit Laubach, Prof.Dr.Ulrich K.Preuß, Joscha Schmierer, Prof.Dr. Peter-Tobias Stoll


Die Entwicklungen hin zu einer globalisierten Welt nach 1989/91 haben gezeigt, dass klassische Konzepte zwischenstaatlicher Bedrohungen, ja traditionelle Definitionen der Staatenwelt an sich, nicht mehr greifen. Nicht nur die Existenz bzw. Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, der terroristische Islamismus in Verbindung mit Staatszerfall und verbrecherischen bzw. diktatorischen Regimen sondern auch der Klimawandel und Pandemien stellen neue politische Herausforderungen an eine widersprüchlich strukturierte Welt und deren Rechtsordnung. Die Internationalisierung der Probleme unserer Zeit, stellen neue Ansprüche an die politischen Lösungsansätze und diese veränderten Bedingungen haben letztlich auch zur Konsequenz, dass die Rolle der Vereinten Nationen für die Wahrung der internationalen Sicherheit überdacht werden muss. Die Ordnungsbedingungen der Wirksamkeit des Rechts der Vereinten Nationen und insbesondere die Rolle der Großmächte für diese Völkerrechtsordnung  müssen hierfür restrukturiert werden.

Vier unterschiedliche Entwicklungsmodelle sind in diesem Zusammenhang vorstellbar: das internationale Rechtsmodell als Rechtsgemeinschaft gleichberechtigter Staaten; das Modell der hegemonialen Garantenstellung eines Staates, der für die Sicherheit der internationalen Gemeinschaft verantwortlich ist; eine imperiale Rechtsordnung eine einzelnen Hegmons sowie letztlich das kooperative pluralistische Zusammenwirken aller Staaten und der Mitglieder der Sicherheitsrats im besonderen. 

Um eine Effizienz des Völkerrechts im 21.Jahrhundert herstellen zu können, gilt es also, die Probleme jedes einzelnen Modells gegeneinander abzuwägen und dieses Memorandum gibt diesbezüglich eine Reihe von Empfehlungen.


Memorandum in deutscher Sprache (PDF, 48 Seiten, 281 kB)
Memorandum in russischer Sprache (PDF, 180 Seiten, 644 kB)

Jour-Fixe
Wednesday, 8 February 2012, , 19:00 – 21:00

Jour-Fixe: One year into the Arab Spring: Results, Developments and Outlooks

Speakers:

Mouin Rabbani is an independent Middle East researcher and analyst currently based in Amman, Jordan. He is a Senior Fellow with the Institute for Palestine Studies, Contributing Editor to Middle East Report, and Co-Editor of Jadaliyya.

Irina Zvyagelskaya holds a PhD in History and is Professor, Senior Researcher at the Institute of Oriental Studies and the Russian Academy of Sciences. She has been lecturing at the Moscow Institute of International Relations under the Foreign Ministry of the Russian Federation and at The Institute of African and Asian Studies (Moscow State University). Her fields of interest are conflicts, international relations and security issues (mainly in the Middle East and Central Asia). She is author of six books and over 200 articles and chapters.

Moderation: Sergey Lukashevsky, Director of the Sakharov Museum and Public Center

Venue:

Conference room (2. floor)

Sakharov Museum and Public Center

Semlanoy Val street 57/6

RUSSLAND-BLOG ERENE Demokratie in Russland. Dossier in deutscher Sprache.