Internationaler Dialog
Foto von Rogiro, CC-Licence
Foto von Rogiro, CC-Licence
Die so genannte Münchner Rede Wladimir Putins bei der Sicherheitskonferenz im Februar 2007 hat viele Politiker und Kommentatoren im Westen aufgeschreckt. Es waren wohl weniger die Inhalte als der auftrumpfende Ton, der deutlich machte: Russland ist mit Macht zurück auf der internationalen Bühne. Der Kreml fühlte sich wieder stark genug, den Worten von einer multipolaren Welt vorerst symbolische Taten folgen zu lassen. Im Krieg gegen Georgien haben nun auch Waffen gesprochen. Die Botschaft sprach Präsident Medwedjew kurze Zeit später offen und direkt aus: „Mit Russland muss wieder gerechnet werden“.

Die Heinrich Boell Stiftung beschäftigt sich vor allem mit den Beziehungen zwischen Russland und der EU, der NATO und zum Westen insgesamt. Russland ist allein wegen seiner Größe und des Atomwaffenarsenals ein wichtiger Akteur in vielen internationalen Fragen und Krisen. Oft sind Lösungen von Konflikten ohne Russland oder gar gegen das Land unmöglich. Die Heinrich Boell Stiftung will dazu beitragen, die Rolle Russlands in der Welt und sein Verhältnis zum Westen neu zu diskutieren.

Jour-Fixe: Böll bei Sacharow

Monatlicher Jour-Fixe in Kooperation mit dem Sacharow-Zentrum Moskau

Das Länderbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Russland organisiert in Zusammenarbeit mit dem Sacharow Museum und Öffentlichem Zentrum in Moskau jeden Monat einen Jour-Fixe zu Themen der aktuellen internationalen Politik und deren Rolle in Russland. Ein russischer und ein internationaler Referent führen jeweils in die Thematik ein und diskutieren anschließend mit dem Publikum.

Veranstaltungsort: Großer Veranstaltungssaal (2.Etage) im Sacharow Zentrum, Semlyanoy Val 57/6.

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

Hier geht es zur Übersicht bereits stattgefundener Jours-Fixes.»

Die türkisch-russische Annäherung unter der Lupe

Bericht

Die türkisch-russische Annäherung unter der Lupe

Glaubt man den offiziellen Verlautbarungen in der Türkei so sind die türkisch-russischen Beziehungen so gut wie niemals zuvor. Allerdings fällt es angesichts fehlender Transparenz auf beiden Seiten nicht leicht, diese Lobeshymnen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Als Teil einer Veranstaltungsreihe zur Außenpolitik der Türkei hat sich die Heinrich Böll Stiftung Türkei in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung und dem Carnegie Center in Moskau um eine kritische Bestandsaufnahme bemüht. 
Hier geht es zum Bericht „Tuerkisch-Russische Annaeherung unter der Lupe“ auf der Seite der Heinrich Böll Stiftung Tuerkei. 

Deutsch-Russische Beziehungen

Deutsch-Russische Herbstgespräche

Am 21. und 22.November 2008 organisierten der Deutsch-Russische-Austausch, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Evangelische Akademie Berlin die 13. Deutsch-Russischen-Herbstgespräche zum Thema "Annäherung oder Entfremdung? Einfluss der Geschichtspolitik auf das Verhältnis EU-Russland" statt. Unter diesem Link finden Sie mehr Informationen und eine Zusammenfassung der Expertenbeiträge dieser und anderer Veranstaltungen.

Außen- und Sicherheitspolitik

Die einsame Weltmacht Russland

Die gegenwärtige russische Führung betrachtet ihr Land als unabhängiges Machtzentrum inmitten einer multipolaren Welt. Die Integration in den Westen, die Boris Jelzin während der 1990er Jahre vorangetrieben hatte, hat Moskau endgültig aufgegeben. Von Dmitri Trenin mehr»

Problembär Russland

- Der Krieg in Georgien hat die russisch-westlichen Irritationen auf einen neuen Höhepunkt getrieben: Der entschiedene russische Vormarsch rief im Westen großes Erstaunen hervor; Russland verwunderte das Erstaunen des Westens. Eine Analyse problematischer Verhältnisse von Jens Siegert. mehr»

Die Rolle des Völkerrechts in einer globalisierten Welt

- Die Entwicklungen hin zu einer globalisierten Welt nach 1989/91 haben gezeigt, dass klassische Konzepte zwischenstaatlicher Bedrohungen, ja traditionelle Definitionen der Staatenwelt an sich, nicht mehr greifen. Um eine Effizienz des Völkerrechts im 21.Jahrhundert herstellen zu können, gilt es also, die Probleme jedes einzelnen Modells gegeneinander abzuwägen und dieses Memorandum gibt diesbezüglich eine Reihe von Empfehlungen. mehr»

NATO-Russia Relations: Taking Stock

- Im Vorfeld des 60.Jahrestages der NATO veranstaltete die Heinrich-Böll-Stiftung in Moskau einen Runden Tisch zur Problematik der Russland-NATO Beziehungen. Weitere Details zu dieser Veranstaltung finden Sie in diesem Konferenzbericht auf Englisch (Pdf, 92 Kb). 

Beziehungen zwischen der EU und Russland

EU Eastern Partnership and Russia

Am 25.Juni 2009 veranstaltete die Heinrich-Böll-Stiftung Moskau in Zusammenarbeit mit dem Sacharow-Zentrum einen Runden Tisch zum Thema "EU Eastern Partnership and Russia". Referenten: Marc Franco (Europäische Kommission in Russland), Andrew Wilson (European Council on Foreign Relations), Oleg Rybachuk (Vize-Premierminister für europäische Integration, a.D., der Ukraine), Nadezhda Arbatova (IMEMO), Joscha Schmierer (Publizist) und Fyodor Lukyanov (Chefredakteur von “Russia in Global Politics”).

Weitere Details zur Diskussion finden Sie in diesem Konferenzbericht (Pdf, 106 Kb).

Practice what you preach - The prospects for visa freedom in EU-Russia relations

- In Zusammenarbeit mit dem Finnischen Institut für Internationale Beziehungen (FIIA) wurde am 8.April 2009 eine Studie über die Perspektiven einer liberalen Visapolitik zwischen Russland und EU-Mitgliedsstaaten präsentiert. Sie können hier die Texte der Studie auf Englisch und Russisch downloaden.

Russia’s Europe and Europe’s Russia – Perceptions and Policy

- Am 1.Juli 2008 organisierte das Länderbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Moskau einen Runden Tisch zur Thematik der EU-Russland-Beziehungen. Zentrales Thema der Diskussion war "Russia’s Europe and Europe’s Russia – Perceptions and Policy". Einen ausführlichen Konferenzbericht auf Englisch kann man hier downloaden (Pdf, 71Kb).
Jour-Fixe
Wednesday, 8 February 2012, , 19:00 – 21:00

Jour-Fixe: One year into the Arab Spring: Results, Developments and Outlooks

Speakers:

Mouin Rabbani is an independent Middle East researcher and analyst currently based in Amman, Jordan. He is a Senior Fellow with the Institute for Palestine Studies, Contributing Editor to Middle East Report, and Co-Editor of Jadaliyya.

Irina Zvyagelskaya holds a PhD in History and is Professor, Senior Researcher at the Institute of Oriental Studies and the Russian Academy of Sciences. She has been lecturing at the Moscow Institute of International Relations under the Foreign Ministry of the Russian Federation and at The Institute of African and Asian Studies (Moscow State University). Her fields of interest are conflicts, international relations and security issues (mainly in the Middle East and Central Asia). She is author of six books and over 200 articles and chapters.

Moderation: Sergey Lukashevsky, Director of the Sakharov Museum and Public Center

Venue:

Conference room (2. floor)

Sakharov Museum and Public Center

Semlanoy Val street 57/6

RUSSLAND-BLOG ERENE Demokratie in Russland. Dossier in deutscher Sprache.